Braucht ein kleines Unternehmen wirklich eine eigene Homepage? Reicht eventuell schon eine Seite auf Facebook? Worauf muss ich achten, wenn ich meine eigene Homepage erstellen (lassen) will? Antworten auf diese Fragen und einige Hintergrund-Infos liefert dieser Artikel.

Ohne Homepage weniger Kunden

Wie hilft eine Homepage einer Firma? Starten wir mit einem Beispiel:

Als ich letztes Jahr in einen neuen Stadtteil zog, gönnte ich mir eine neue Küche. Den Elektroherd selbst anschließen war keine Option, also musste ein Elektriker her. Da ich damals noch keinen im Bekannten- und Kundenkreis hatte, machte ich mich also auf die Suche.

Ich, Mitte 40, weiß um die Existenz von Gelben Seiten und anderer Branchenbücher. Aus purer Nostalgie nehme ich sogar mal eins mit nach Hause, wenn die neuen Ausgaben im Supermarkt liegen. Aber wie habe ich nach einem Elektriker gesucht? Tablet hervorkramen, Google fragen.

Was mir da an Homepages von Elektrikern begegnete, ist einen eigenen Artikel wert. Aber darum soll es hier nicht gehen. Der Punkt ist: ich habe online nach einem Elektriker gesucht (und auch einen gefunden).
Die Lebenserfahrung sagt mir, dass ich da keine Ausnahme bin. Und dabei gehöre ich – genau genommen – nicht mal zur Gruppe der sog. „Digital Natives“, die ihr Leben noch viel stärker online organisieren.

Wie gehen Kunden mit dem Internet um?

Tatsächlich gibt mir das Statistische Bundesamt Recht: 77 % unserer Mitmenschen in Deutschland suchen regelmäßig online nach Händlern, Handwerkern und Dienstleistern. Und mittlerweile 68 % nutzen regelmäßig auch ihr Smartphone, um ins Internet zu gehen.

Wo wir schon bei den Zahlen sind: 61 % der in Deutschland Lebenden haben innerhalb von drei Monaten Waren oder Dienstleistungen über das Internet bestellt (also nicht nur danach gesucht). Und 43 % von uns haben das in letzter Zeit mindestens dreimal oder öfter getan.

Internetnutzung im privaten Bereich

Diese Zahlen machen klar: ein Unternehmen, das digital unsichtbar ist, verzichtet auf eine ganze Menge von Kontakten zu potenziellen Kunden.

Eigene Homepage vs. Fremde Plattform

Nun gibt es aber nicht nur die eigene Homepage , wenn sich ein Unternehmen online zeigen will. Viele Unternehmen finden sich z.B. auf Plattformen wie Facebook oder Amazon und auch dort kann man online mit Kunden und Interessenten in Kontakt treten, neue Produkte und Dienstleistungen vorstellen und Werbung treiben. Muss es also wirklich die eigene Firmenhomepage sein?

Wer hat hier das Sagen?

Beim Abwägen der Vor- und Nachteile spricht ein wichtiger Punkt für die eigene Homepage: hier bestimmen Sie, welche Inhalte Sie in welcher Form zeigen wollen. Auf den Plattformen sind Sie an die Möglichkeiten gebunden, die Ihnen der Plattformbetreiber bietet. Und die kann er nach Belieben auch wieder ändern. Aktuelles Beispiel ist die Einführung eines neuen Looks bei Facebook, der nicht nur auf Zustimmung stößt.

Es kann Ihnen auch passieren, dass bestimmte Leistungen, Waren oder Ihr ganzes Unternehmen dem Plattformbetreiber nicht genehm sind. So können Sie z.B. auf Amazon in bestimmten Produktkategorien nicht werben – interessanterweise sind das die Kategorien, in denen Amazon eigene Produkte anbietet.

Hintergrund
Amazon und der Wettbewerb

Amazons Bilanzzahlen gehen in der Corona-Krise durch die Decke. Doch rund um den Versandriesen sind in den letzten Jahren immer mehr Vorwürfe aufgekommen. Dabei geht es unter anderem um die Unterbindung bezahlter Werbung für bestimmte Konkurrenz-Produkte, Bevorzugung der Amazon-eigenen Produktlinien in Suchergebnissen und die willkürliche Sperrung von Händlerkonten.

Wenn der Plattformbetreiber sein Hausrecht ausübt, sind im schlimmsten Fall viel Zeit und Mühe für die Katz, die Sie in Ihren Auftritt auf einer externen Plattform gesteckt haben. Ihre digitale Sichtbarkeit leidet oder Sie verschwinden sogar ganz von der digitalen Bildfläche - in Zeiten der Digitalisierung ein beträchtlicher Schaden.

Die eigene Website bietet dagegen die Sicherheit, dass ein Unternehmen die Botschaften absetzen kann, die es absetzen will und zwar in der Form, in der das Unternehmen dies möchte.

Noch nicht überzeugt?

Auch im Jahr 2020 höre ich noch eine Reihe von Einwänden, wenn es um die Notwendigkeit einer eigenen Homepage geht. Hier die Top 3 dieser Einwände:

Mein Betrieb ist so klein, ich lebe von meinen lokalen Kunden.

Dieser Einwand fußt direkt auf zwei falschen Vorstellungen: Kleine Unternehmen brauchen keine Online-Präsenz und lokale Kunden gewinne ich nicht über das Internet. Gegenprobe: Der Elektrotechnikbetrieb aus meinem Stadtteil war froh, mich als neuen Kunden gewonnen zu haben. Ohne Homepage hätte ein Konkurrent den Auftrag erhalten. Die eigene Website eignet sich sehr wohl für kleine Betrieb, neue Kunden aus der Umgebung zu gewinnen.

Eine Internetseite kostet zu viel.

Nehmen wir hier einen Vergleich mit den Kosten für andere Werbeformen. So kostet eine einzige auffällige Anzeige in der Rheinischen Post (4-farbig, 2 Spalten x 50 mm) knapp 400 € (Stand Mai 2020). Wollen Sie eine Sichtbarkeit über das Jahr verteilt erreichen, schalten Sie jeden Monat mindestens eine Anzeige. Kosten hierfür: 4.800 €. Für ein solches Budget würden Sie bereits eine sehr gut ausgestattete Homepage mit vielen Funktionen erhalten. Eine leistungsfähige Homepage erhalten Sie aber schon für weniger als die Hälfte dieses Budegts. Der Unterschied: Ihre Homepage bietet weit mehr als eine Anzeige. Und sie bleibt sichtbar, wenn die Zeitungsausgabe längst im Altpapier gelandet ist.

Im Internet geht es nur um billig.

Unbestritten: Portale zum Preisvergleich gehören zu beliebtesten Internetseiten, was die Besuchszahlen angeht. Aber verzichten deswegen Bentley, Prada oder Rolex auf eine eigene Homepage?

Sie haben noch andere Einwände? Das macht mich neugierig – teilen Sie mir doch bitte mit, warum Sie keine eigene Homepage brauchen. Am Ende der Seite ist das Kontaktformular.

Die zwei zentralen W-Fragen

Die eigene Homepage ist kein Selbstzweck – noch nicht einmal für Webdesigner. Sie ist Mittel zum Zweck, und zwar ein Kommunikationsmittel, mit dem Kommunikations-ziele verfolgt werden.

WAS möchte ich erreichen?

Welche Ziele verfolgen Sie mit einer Homepage? Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach: „Mehr Umsatz erreichen“ oder „Neue Kunden gewinnen“ kommen einem in den Sinn. Das sind aber genau genommen keine speziellen Kommunikationsziele, sondern generelle Unternehmensziele. Kommunikationsziele sind meistens vorgelagert und betreffen Bereiche wie den Bekanntheitsgrad oder das Image des Unternehmens. Natürlich lassen sich auch Ziele wie „50 neue Kontakte zu potenziellen Kunden“ definieren.

Hintergrund
Homepage, Website oder Webseite?

Ihnen sind bestimmt schon viele Begriffe begegnet, wenn von einer Homepage gesprochen wird. Da ist von Webseiten, Internetseiten, Websites usw. die Rede. Aber was ist eigentlich gemeint?

Homepage
Der älteste Begriff im deutschsprachigen Raum, wenn es um die eigene Präsenz im Internet geht. Im Englischen war damit die Startseite gemeint, mittlerweile aber gebräuchlich für die Gesamtheit von Inhalten unter einer Domain.
Webseite
Der frühe Versuch, den Begriff Homepage ins Deutsche zu übersetzen. Wird mittlerweile aber mehr für eine einzelne Seite benutzt.
Website
Hat mittlerweile im Englischen und im professionellen Umfeld den Begriff Homepage abgelöst, wenn die Gesamtheit aller einzelnen Webseiten unter einer gemeinsamen Domain gemeint ist.

Die Gute bei einem Ziel ist, dass sich feststellen lassen müsste, ob es erreicht wurde. Nehmen wir das Beispiel einer Wanderung: hier ist einfach ermitteln, ob man den Zielort erreicht oder nicht. „50 neue Kontakte zu potenziellen Kunden“ lässt sich auch relativ einfach kontrollieren, im Prinzip reicht hier schon eine Strichliste.

Beim Bekanntheitsgrad oder dem Image des eigenen Unternehmens fällt das schon schwerer. Früher hätte man hier auf klassische Marktforschung zurückgreifen müssen, mit entsprechendem Aufwand und Kosten. Heutzutage kommen Sie aber auch einfacher zu einer Einschätzung. Beispiel: eine steigende Zahl von Erwähnungen Ihres Unternehmens in Facebook-Kommentaren deutet auf eine steigende Bekanntheit hin. Das ist zwar nicht so präzise wie Marktforschung, gibt Ihnen aber ein Hinweis, ob Ihre Kommunikation die gewünschte Wirkung erzielt. Und nebenbei: auch Marktforscher nutzen solche Kennzahlen.

Neben den eben genannten Beispielen gibt es noch deutlich komplexere, abstraktere Ziele. Nehmen wir einmal an, Sie möchten, dass Ihr Unternehmen als kundenfreundlich wahrgenommen wird. Was die Kommunikation angeht, hat dieses Ziel viele verschiedene Aspekte. Dazu gehören z.B. eine schnelle Antwort auf Anfragen, ein respektvoller Umgang mit den Kunden, Eingehen auf besondere Kundenwünsche usw. Bezogen auf Ihre Homepage können Sie Kundenfreundlichkeit z.B. auch dadurch kommunizieren, dass die Website einfach zu bedienen ist und die Informationen liefert, die sich Kunden wünschen. Die Website drückt dann aus: „Ich versuche freundlich und zuvorkommend mit Dir umzugehen, lieber Kunde.“

WEN möchte ich erreichen?

Wenn Sie Ihre Website als Kommunikationsmittel sehen, stellt sich die zweite Frage von allein: mit wem wollen Sie eigentlich kommunizieren? Werber sprechen hier von den Zielgruppen Ihrer Kommunikation. Zielgruppen, also mehrere? Ja, richtig. DIE Zielgruppe gibt es nicht – es fängt schon damit an, dass Sie sicherlich neue Kunden ansprechen wollen. Aber auch Ihre Stammkunden werden mal auf Ihrer Website landen. Vielleicht wollen Sie aber auch Botschaften an Ihre Wettbewerber, eine ganze Branche, oder lokale Medien senden.

Zusammengefasst: Sie brauchen ein klares Bild davon, was Sie erreichen möchten und wen Sie erreichen möchten. Mit diesem Bild lassen sich dann auch die Botschaften ableiten, die sie aussenden möchten.

Was leistet eine Website?

Glücklicherweise müssen Sie bei den W-Fragen nicht bei Null anfangen. Wenn Sie sich auf Websiten Ihrer Konkurrenz umschauen, finden Sie einige häufig wiederkehrende Punkte, die Sie mit Ihrer Website umsetzen können:

  • Lassen Sie Kunden zu Wort kommen und über Sie sprechen.
  • Legen Sie dar, wofür Sie mit Ihrem Unternehmen stehen. Das können die Klassiker wie „Kundennähe“ oder „Qualität“ sein. Aber bleiben Sie nicht bei den Stichworten stehen – füllen Sie sie mit Leben und Beispielen.
  • Informieren Sie über Kontaktmöglichkeiten & Öffnungszeiten
  • Stellen Sie Ihr Team vor
  • Machen Sie sich für neun Mitarbeiter interessant
  • Wenn Ihr Unternehmen schon länger besteht: Teilen Sie Geschichten und Bilder von Früher

Auch branchenspezifisch gibt es eine Menge an Beispielen, wie Sie Ihre Website einsetzen können:

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Verkaufsstand mit Blumen

Handel

  • Präsentieren Sie Ihre Waren
  • Geben Sie Erläuterungen & Hilfestellung zu den von Ihnen verkauften Waren
  • Informieren Sie über besondere Angebote und Rabatt­aktionen
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Baustelle von oben

Bau-Handwerk

  • Beschreiben Sie Ihre Leistungen
  • Geben Sie Entscheidungs­hilfen (z.B. Heiztechnologien im Heizungsbau)
  • Setzen Sie Ihre Referenz­aufträge ins Bild
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Fußgängerzone mit Restaurants

Gastronomie

  • Lassen Sie Gäste ihren Tisch reservieren
  • Geben Sie Einblick in Ihre Speise- und Getränkekarten
  • Zeigen Sie im Veranstaltungs­kalender, was bei Ihnen los ist
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Grundriss einer Wohnung

Freiberufler

  • Stellen Sie Ihre Kenntnisse und Expertise zur Schau
  • Erläutern Sie Ihre Schwerpunkte vor (z.B. Rechtsgebiete bei Anwälten)
  • Teilen Sie Neuigkeiten aus Ihrem Fachgebiet
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Friseur beim Haarschnitt

Personennahe Dienstleistungen

  • Zeigen Sie, wie Sie auf Kunden eingehen
  • Erklären Sie Ihre Techniken
  • Setzen Sie Ihre Handwerkskunst ins Bild

Mit den oben genannten Beispielen stellen Sie schon echten Mehrwert für Kunden zur Verfügung: für Ihre Bestandskunden, weil sie gebündelt an einer Stelle die wichtigen Informationen über Sie finden. Und für mögliche neue Kunden, weil sie sich ein Bild über Ihr Unternehmen machen und sie fundierter entscheiden können.

Die nächste Stufe

Hier müssen Sie aber nicht stehen bleiben. Mit Ihrer Homepage können Sie auch in die Digitalisierung Ihrer Geschäftsabläufe einsteigen. Mit der Tischreservierung in der Gastronomie wurde bereits ein Beispiel erwähnt: Gäste schätzen es, wenn sie sich unkompliziert einen Platz bei Ihnen sichern können. Dafür muss nicht unbedingt ein Telefonat geführt werden. Und wenn doch noch weiter Einzelheiten geklärt werden sollen, steht dem Anruf nichts im Weg.

Ein Online-Shop ist ein weiteres Beispiel für digitalisierte Prozesse. Der Shop auf Ihrer eigenen Website ist die Garantie, dass sie online so verkaufen können, wie sie es wollen.

Wenn Sie Wartungen anbieten, richten Sie ein Kundenportal ein. Vertragsdaten und ein Kalender für die anstehenden Wartungen sind eine praktische Gedächtnisstütze für Ihre Kunden. Und für Ihr Team ist es ein wichtiges Organisationsmittel.

Wenn Sie in der Kundenberatung mit Checklisten oder Fragekatalogen arbeiten, dann können Sie diese Vorklärungen auch online anbieten. Über einfache Formulare können Interessenten hier bereits Angaben übermitteln, mit denen Sie ein Beratungsgespräch gut vorbereiten können. Dann bleibt im Gespräch mehr Zeit für die individuellen Details.

Woraus besteht eine Website?

Wenn Sie sich für eine eigene Homepage entschieden haben, gilt es eine ganz Reihe von Bausteinen zu organisieren. Aber der Reihe nach:

Der Domain-Name

Das auffälligste Element Ihrer Homepage ist der Domainname, auf meiner Website hier ist dies digitales-plus.de. Der Domain-Name besteht aus zwei Ebenen: den Teil am Ende (die sog. Top-Level-Domain, hier .de) können Sie aus einer Liste bestehender Kürzel auswählen. Hier gibt es neben Länderkürzeln (wie .de für Deutschland) auch noch weitere für bestimmte wirtschaftliche oder gesellschaftliche Bereiche (z.B .org für Organisationen, .museum für Museen und Galerien und zahlreiche weitere).

Die Ebene davor (die Second-Level-Domain, hier: digitales-plus) können Sie hingegen selbst bestimmen. Allerdings gibt es eine Reihe von Einschränkungen, hier nur zwei Beispiele:

  • Jede Kombination aus Top-Level- und Second-Level-Domain kann nur einmal vergeben werden. Existiert also meinefirma.de bereits, so können Sie diesen Domain-Namen nicht selbst nutzen.
  • Um Abmahnungen und Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen, sollten Sie keine geschützten Begriffe wie Markennamen o.ä. als zweiten Teil wählen. Der Domain-Name bmw.nrw für Ihr eigenes Autohaus wäre also keine gute Idee.

Allgemein gesagt ist es sinnvoll, wenn Ihr Domain-Name den Namen Ihres Unternehmens aufgreift. Dies ist zwar nicht immer 1:1 möglich, aber es lässt sich immer ein Domain-Name finden, mit dem Sie gut arbeiten können.

Damit Sie einen Domain-Namen nutzen können, müssen Sie ihn registrieren lassen. Dies können Sie können Sie über spezialisierte Dienste oder über Ihren Web-Hoster (dazu gleich mehr) erledigen. Für die Nutzung Ihres Domain-Namens fällt eine jährliche Gebühr an. Die Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter und der gewählten Kennung der 1. Ebene, liegen aber meist bei wenigen Euro pro Jahr.

Die Software

Früher wurden Websites oft statisch erstellt, d.h. jede einzelne Seite wurde programmiert und dann veröffentlicht. Wenn Inhalte einer Seite geändert werden sollten, musste auch die Seite wieder entsprechend geändert werden.

Heutzutage werden Websites dynamisch ausgeliefert, d.h. eine Software kümmert sich darum, Inhalte und Design zu einer Seite zusammenzustellen, die dann in Ihrem Browser dargestellt wird. Dafür wird eine Software benötigt.

Diese Software ist ein sog. Content Management System (CMS). Ein CMS bietet Ihnen komfortable Möglichkeiten, Inhalte für Ihre Website zu erstellen und zu verwalten. Der Markt an CMS ist groß und bietet für verschieden Einsatzszenarien passende Lösungen. Viele CMS können Sie als sog. Open Source Software kostenlos selbst installieren und einsetzen. Es gibt aber auch spezialisierte Dienstleister, die rund um Einrichtung und Betrieb von CMS gegen Entgelt tätig sind.

Einige Anbieter haben sich darauf spezialisiert, Homepage-Baukästen anzubieten. Hier wird vom Anbieter meist ein CMS so eingerichtet, dass Inhalte und Funktionen möglichst einfach eingebunden werden können. Im Vergleich zu einem individuell eingerichteten CMS sind Sie mit einem Homepage-Baukasten aber weniger flexibel und haben weniger Möglichkeiten, Ihre Vorstellungen umzusetzen. Trotzdem können solche Baukästen ein sinnvoller Einstieg in die eigene Website sein.

Welche Leistungen Sie von Ihrem Web-Hoster benötigen, hängt stark von der Software ab, die Sie für Ihre Website einsetzen wollen. 

Der Server

Damit Ihre Homepage erreicht werden kann, muss Sie auf einem Server im Internet liegen. Um den müssen Sie sich nicht selbst kümmern, zahlreiche Dienstleister (die sog. Web-Hoster) bieten hier verschiedene Pakete mit unterschiedlichen Leistungen an. Wenn Sie einen Homepage-Baukasten nutzen, gehört der Server bereits dazu.

Web-Hoster betreiben eigene Rechenzentren und kümmern sich um den Betrieb und die Wartung der Server. Teil eines Pakets sind in der Regel Speicherplatz für Ihre Website und eine oder mehrere Datenbanken, die sie für den Betrieb einer modernen Website meist benötigen. Die Pakete der Webhoster unterscheiden sich teilweise deutlich im Umfang und damit auch im Preis. Zum Einstieg in Ihre neue Homepage können Sie aber im Bereich bis 10 EUR monatlicher Kosten aus einer Vielzahl von Angeboten auswählen.

Das Design

Das Content Management System kümmert sich nicht nur um die Verwaltung und Auslieferung der Daten, die zu Ihrer Homepage gehören. Es kümmert sich auch darum, in welcher Gestaltung Ihre Website zu sehen ist.

Für die meisten CMS können Sie vorgefertigte Designs (sog. Themes) einsetzen, die aus Texten und Bildern ansprechende Webseiten machen. Diese Themes bieten meist die Möglichkeit, ein eigenes Logo und die eigenen Farben einzustellen. Neben vorgefertigten Themes besteht auch die Möglichkeit, ein individuelles Design für Ihre Website zu entwickeln.

Bei einem Homepage-Baukasten können Sie Ihr Theme meist nur aus eine Anzahl vorgefertigter Designs wählen. Ihren eigenen gestalterischen Vorstellungen sind damit Grenzen gesetzt.

Die Inhalte

Ohne Inhalte (Content) keine Website – Texte, Bilder, Audio, Video sind der Kern Ihrer Website. CMS versuchen, die Erstellung und Verwaltung von Inhalten einfach zu machen. Tiefgehende technische Kenntnisse sind nicht unbedingt nötig – schaden aber auch nicht. Neben Inhalten, die Sie auf Ihrem eigenen Server abgelegt haben, können Sie auch externe Medien in Ihre Website einbinden, z.B. Videos, die Sie auf YouTube hochgeladen haben.

Wichtig bei den Inhalten ist, dass sie für die Verarbeitung durch Suchmaschinen (Google, Bing, Yahoo und unzählige weitere) optimiert sind. Das betrifft zum einen die Texte, Bilder und anderen Medien, zum anderen aber auch technische Informationen zu Ihrem Inhalt, um deren Übermittlung sich das CMS kümmert. Ziel dieser Suchmaschinenoptimierung (das sog. SEO, vom englischen Seach Engine Optimization) ist eine möglichst hohe Position Ihrer Seite in den Suchergebnissen für Suchbegriffe, die zu Ihrem Unternehmen gehören.

Das Webanalyse-Werkzeug

Um ein Verständnis dafür zu entwickeln, was die Besucher auf Ihrer Website tun, empfiehlt sich der Einsatz eines Werkzeugs zur Webanalyse.

Webanalyse-Werkzeuge werten aus, welche Seiten Ihre Besucher aufgerufen haben, wie lange sie dort verblieben sind, ob bestimmte Formulare benutzt wurden und vieles mehr. Sie sind ein wichtiges Instrument, um die Erreichung Ihrer Kommunikationsziele zu überprüfen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können sie Ihre Website zielgerichtet weiterentwickeln und verbessern.
Bekanntestes Werkzeug hierfür ist Google Analytics. Daneben gibt es aber noch weitere, wie z.B. Matomo, die sie selbst betreiben können.


Von der ersten Idee bis zum ersten Besuch

Um im Laufe des Projektes das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, stellen Sie sich am besten einen Plan mit konkreten Terminen auf. Folgende Punkte sollten auf jeden Fall auf Ihrer Checkliste enthalten sein:

Ihr Website-Fahrplan
Nr. Aufgabe Start Ende
1 Ziele & Zielgruppen definieren    
2 Klären: Woher kommen die Inhalte (Texte, Bilder, Videos usw.)    
3 Welche Technik brauche ich?    
4 Webhoster auswählen & Vertrag schließen    
5 Content Management System (CMS) installieren    
6 Design (Theme) der Website entwickeln & installieren    
7 Inhalte erstellen & einpflegen    
8 Webanalyse-Werkzeug einbinden    
9 Website freischalten    
10 Website-Besuche beobachten & auswerten    
  im Anschluß: Website weiterentwickeln    

Damit Sie direkt in Planung einsteigen können, habe ich für Sie Vorlagen erstellt. Die Checkliste können Sie als Excel- oder PDF-Datei herunterladen.

Zu guter Letzt

Ich hoffe, sie konnten sich ein erstes, umfassendes Bild davon machen, warum eine Website auch für kleine Unternehmen wichtig ist, und worauf Sie bei der Planung achten sollten. Viele Themen konnte ich hier nur anreißen, in Zukunft finden Sie auf digitales-plus.de tiefergehende Infos zu Themen wie der Wahl eines guten Domain-Names, der Suchmaschinenoptimierung, Tipps zur Webanalyse und vielem mehr. Schauen Sie also regelmäßig vorbei!

Fragen? Anmerkungen? Gerne!

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.
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Markus Kruggel

Über mich

25 Jahre Erfahrung in IT, Web-Lösungen, Online-Marketing und Data Science. Selbstständig seit 2020. Glaube an die Kraft der kleinen Unternehmen und helfe in Düsseldorf und Umgebung dabei, dass sie diese Kraft entfalten.

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